Von Main und Tauber an die Würm - der "Neue" stellt sich vor

Bild Ziermann

Liebe Gemeindemitglieder in Gräfelfing, Lochham, Planegg-Ost und Martinsried!

Viele von Ihnen kennen inzwischen vermutlich meinen Namen: Walter Ziermann. Sie haben mein Gesicht vielleicht schon in der Zeitung gesehen und dort auch das Kurzinterview mit dem künftigen Pfarrer für Gräfelfing gelesen.

In den letzten Tagen habe ich bereits gemerkt, dass das Interesse an meiner Person groß ist, dass der "Neue" mit Spannung erwartet wird, was nach einem Jahr Vakanz auch völlig verständlich ist.

Also erzähle ich Ihnen einfach noch ein wenig zu meiner Person, damit Sie sich zu dem Photo von meinem Gesicht wenigstens schon mal ein kleines Bild machen können, wer denn da jetzt neu auf Sie zukommt.

Ich stamme selber aus einem Pfarrhaus, wurde vor 45 Jahren in Wunsiedel im Fichtelgebirge geboren und habe dort meine ersten sechs Lebensjahre verbracht. Wunsiedel liegt übrigens an dem Flüsschen Röslau; Gewässer haben mich fasziniert, seit ich denken kann, und Bäche und Flüsse spielen in meiner Biographie offenbar immer wieder eine Rolle.

Meine weitere Kindheit und Jugend habe ich zusammen mit einer jüngeren Schwester in Emskirchen im Aurachgrund verbracht; aufs Gymnasium bin ich in Neustadt an der Aisch gegangen. Nach dem Studium in Erlangen - hier fließt die Regnitz und verläuft der Main-Donau-Kanal - und Tübingen (am Neckar!) war ich als Vikar in Mühlhausen im "Reichen Ebrachgrund" im Dekanat Bamberg. Meine erste Pfarrstelle lag im Dekanat Coburg in Frohnlach; da waren die Flüsschen Steinach und Rodach, der Main und der Itzgrund allerdings doch einige Kilometer entfernt.

Ziemlich genau elf Jahre lang bin ich nun Pfarrer in den Gemeinden Giebelstadt und Herchsheim im Dekanat Würzburg. In der ersten Zeit arbeitete ich hier noch als Stellenteiler mit meiner Frau, von der ich seit 2004 geschieden bin. Zur Pfarrei gehören knapp 25 Ortschaften, oben auf den Höhen des Ochsenfurter Gaues, umflossen vom Main, und mein Gemeindegebiet zieht sich bis hinunter nach Röttingen ins "Liebliche Taubertal".

Wahrscheinlich wissen die meisten von Ihnen inzwischen, dass ich seit gut zwei Jahren mit einer Religionspädagogin aus München liiert bin, und wir wollten nicht länger eine Fernbeziehung führen. Das hat mich zu dem Schritt bewogen, mich von Franken gen Süden zu wenden.

Es freut mich natürlich besonders, dass es mit meiner Bewerbung nach Gräfelfing gleich geklappt hat, nicht nur, weil die Pfarrstelle im Würmtal liegt, sondern vor allem aufgrund der positiven Eindrücke, die ich bereits von der Gemeinde gewonnen habe.

Für das Entenrennen haben meine Freundin und ich schon mal zwei Enten geordert - über Pfarrerin Eilert - und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meiner künftigen Kollegin. Mein Dienstkalender füllt sich auch bereits mit Terminen an der neuen Wirkungsstätte. Allerdings weiß ich über den genauen Zeitpunkt des Wechsels bisher noch nicht mehr als Sie; das hängt einerseits ab von den beiden Dekanen in Würzburg und Fürstenfeldbruck - und davon, wann das Pfarrhaus an der Würm bezugsfertig sein wird.

Frisches, fließendes Wasser hat für mich also mit Vertrautem und mit Kontinuität zu tun. Und es steht zugleich für Veränderung und Erneuerung. Deshalb freue ich mich auf die neuen Aufgaben in einem Bereich, der mir immer schon am Herzen liegt: dem Umgang mit Menschen.

Ich freue mich auf erquickliche Begegnungen, herzerfrischende Gespräche und lebendige Kontakte. Ja, in und mit Ihrer Gemeinde möchte ich etwas von dem Gottvertrauen zum Leuchten bringen, das aus einem bekannten Psalmvers spricht (Psalm 36,10): "Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht."

Bis zu einem persönlichen Kennenlernen grüßt Sie herzlich
 
Ihr künftiger Pfarrer Walter Ziermann
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